CDU-Pressedienst 2019-12-06

6.12.2019

Keine Parkplätze an der KiTa „Quickelbü“

Nach über einem Jahr Beratung hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) einen Vorschlag der CDU-Fraktion zum Bau neuer Eltern-Parkplätze an der Johanniter-Kindertagesstätte „Quickelbü“ mit den Stimmen der FDP, der Grünen und der SPD abgelehnt.

Vor über 20 Jahren wurde die KiTa „Quickelbü“ vor allem für die Kinder aus dem damals neuen Prophetensee-Gebiet gebaut. Schnell waren alle Plätze vergeben, die jungen Familien mit zahlreichem Nachwuchs freuten sich, ihre Kinder zu Fuß oder mit dem Rad in die mitten im Wohngebiet gelegene KiTa bringen zu können. Mittlerweile hat sich die Situation aber grundlegend geändert: Der Nachwuchs von früher ist längst dem Kindergartenalter entwachsen und jetzt werden viele Kinder auch von weiter her aus ganz Quickborn in die beliebte Betreuungseinrichtung gebracht.

Deswegen werden immer mehr Kinder von ihren Eltern mit dem Auto gebracht und abgeholt. Und dies führt leider zu neuen Problemen in diesem verkehrsberuhigten Bereich vor der KiTa („Spielstraße“): Zu den typischen Bring- und Hol-Zeiten herrscht das reinste Verkehrs-Chaos! Mamis & Papis auf dem eiligen Weg zur Arbeit oder zu anderen Besorgungen stellen ihre Fahrzeuge „nur kurz“ am Straßenrand ab, um ihre Jüngsten zur KiTa zu begleiten, versperren damit aber eine Spur der schmalen Zubringer-Straße und behindern somit den gesamten Verkehr. Weitere kommende und abfahrende Eltern und Anwohner stehen sich auf der einzigen freien Spur gegenseitig im Weg, lange Rückstaus sind an der Tagesordnung. Dass viele Anwohner ihre Fahrzeuge dort parken – oft auch Caravans und Wohnwagen, die auf dem eigenen Grundstück offenbar keinen Platz mehr finden – verschlimmert die Situation zusätzlich. Dabei sind nicht nur die Eltern von der verfahrenen Situation genervt, auch viele betroffene Anwohner und Lieferanten fordern Verbesserungen. Zudem sorgen sich auch die KiTa-Leitung um die Verkehrs-Sicherheit „ihrer“ Kinder: „Dass sich hier gestresste Verkehrsteilnehmer gegenseitig anmeckern ist keine Seltenheit, aber die Frage ist nicht ob, sondern wann ein schlimmer Unfall passiert“, befürchteten die KiTa-Mitarbeiterinnen.

Die Gründe der Eltern, ihre Kinder mit dem Auto zur KiTa zu bringen, sind vielschichtig. Sicher wäre es auch für die Kinder und die Umwelt besser, wenn sie überwiegend zu Fuß, oder dem Fahrrad zur KiTa gebracht werden würden und die Verkehrserziehung so ganz automatisch erfolgt. Jedoch zeigen auch viele Appelle der KiTa-Leitung an die Eltern nur wenig Wirkung. Spätestens bei Schlechtwetter oder zur kalten Jahreszeit verschärft sich die Situation regelmäßig wieder.

Um endlich Abhilfe zu schaffen, hatte die CDU-Fraktion auf Initiative von Ausschuss-Mitglied Robert Hüneburg bereits im Oktober 2018 einen Antrag zur Einrichtung von zusätzlichen Parkplätzen gestellt. Die Quickborner Verwaltung hatte daraufhin schnell reagiert und bereits zur nächsten Sitzung einen ersten Vorschlag für die Umsetzung vorgelegt. Dieser Vorschlag wurde von den ASU-Mitgliedern mit einigen Verbesserungsvorschlägen sowie der Bitte um alternative Lösungsmöglichkeiten an die Verwaltung zur Überarbeitung zurückgegeben. Am vergangenen Mittwoch ging dieses „politische Spiel“ in die finale Runde: Nachdem die Verwaltung in der mittlerweile vierten hiermit befassten ASU-Sitzung insgesamt vier Alternativ-Vorschläge vorgelegt hat, haben nur die CDU-Mitglieder Bernd Kleinhapel (Ausschuss-Vorsitzender) und Robert Hüneburg für eine der Varianten gestimmt, sämtliche Mitglieder der anderen Fraktionen haben alle Lösungsmöglichkeiten abgelehnt. „Zu teuer“, „zu aufwendig“ und „das falsche Signal an die Eltern“ waren die überwiegenden Ablehnungsgründe, „hierfür wollen wir kein Geld in die Hand nehmen, die Eltern sollen die Kinder doch lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad bringen, dann würden automatisch auch weniger Autos vor der KiTa stehen“.

Damit ist zum Bedauern der Christdemokraten eine Lösung der Verkehrsprobleme vor der KiTa „Quickelbü“ in weite Ferne gerückt. Und CDU-Ratsherr Hüneburg führt weiter aus: „Das gilt dann wohl leider auch für die anderen Quickborner KiTa’s, die durchaus mit ähnlichen Verkehrsproblemen zu kämpfen haben.“

Klar, dass bei Gegenverkehr hier niemand mehr durchkommen kann!

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