CDU Quickborn unterstützt das Radwegekonzept für den Kreis Pinneberg

Auf Initiative der CDU-Fraktion arbeitet die Quickborner Stadtplanung seit Januar dieses Jahres an einem Radwegekonzept für Quickborn. … mehr erfahren …

Die Kieler Straße / B4 ist in den letzten Jahrzehnten zu einer reinen Durchgangsstraße für den Kraftfahrzeug-Verkehr verkommen. Deshalb haben die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen (gegen die Stimmen der FDP) die Bereitstellung von 80.000 Euro beschlossen, um damit eine umfassende städtebauliche Studie in Auftrag zu geben. Hier die ersten Ergebnisse

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) vom Donnerstag, 13. Juni 2019 wurde ein zukunftsweisendes Projekt für Quickborn erstmals vorgestellt: Die Neugestaltung der Kieler Straße.
Die Kieler Straße ist Quickborns fünf Kilometer langes „Aushängeschild“ quer durch die Stadt. Die als eine der ersten Kunststraßen bereits im Jahre 1832 fertiggestellte „Altona-Kieler Chaussee“ hat Quickborns Entwicklung maßgeblich beeinflusst, noch immer zeugen viele schöne alte Häuser-Fassaden von der historischen Bedeutung dieser ehemaligen Prachtstraße. Immerhin hat sich durch den damaligen Straßenausbau die Reisezeit zwischen Hamburg und Kiel von rund 24 auf „komfortable“ 10 Stunden verkürzt und Quickborn war dabei eine wichtige Zwischenstation für die notwendigen Pferdewechsel.

Heute allerdings ist die ehemals schöne Allee als „Bundesstraße 4“ zu einer reinen Durchgangsstraße für den Kraftfahrzeug-Verkehr verkommen. Nur noch der schnelle Verkehrsfluss steht im Vordergrund und die Autofahrer rauschen in wenigen Minuten mitten durch Quickborns Innenstadt. Städtebauliche Aspekte wurden in den letzten Jahrzehnten schlicht vernachlässigt, immer mehr Riesen-Plakate verwandeln das Stadtbild eher zu einem hässlichen Highway als zu einem attraktiven Ortskern mit Geschäften und Wohnhäusern. Und auch für die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern wurde bisher wenig getan: Dass es auf dem einzigen in beide Richtungen befahrbaren Radweg mit den vielen Grundstücksausfahrten nicht häufiger zu Unfällen kommt, ist wohl nur der Umsicht der Quickborner Verkehrsteilnehmer zu verdanken.

Die vielfältigen Missstände will die Mehrheit der Quickborner Politik nun beheben und die Gestaltung der Kieler Straße zusammen mit der Verwaltung komplett neu planen. Für die Umsetzung dieses groß angelegten Projektes ist die Koordinierung vieler einzelner Maßnahmen über mehrere Jahre erforderlich. Deshalb haben die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen (gegen die Stimmen der FDP) die Bereitstellung von 80.000 Euro beschlossen, um damit eine umfassende städtebauliche Studie in Auftrag zu geben.

In der letzten Sitzung des zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) vom 13. Juni hat das beauftragte Planungsbüro nun den Quickborner Politikern eine erste Bestandsaufnahme sowie das Konzept zur weiteren Vorgehensweise vorgestellt. Zunächst soll eine „Beteiligungsoffensive“ gestartet werden, um für die weitere Planung ein umfassendes Bild zu erhalten. Eine Befragung der Gewerbetreibenden erfolgt voraussichtlich am Freitag 23.08., am Samstag 24.08. dann eine Befragung von Passanten sowie eine zweiwöchige Online-Befragung in der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eigene Ideen und Vorschläge eingeben können. Zusätzlich sollen insbesondere die Anwohner sowie weitere Interessenvertreter, zuständige Behörden und externe Fachleute in den Prozess eingebunden werden. Nach Auswertung aller Informationen soll eine Planungswerkstatt u.a. mit Fachworkshops und auch einem Jugendworkshop eingerichtet werden – junge, frische Ideen sind willkommen. Nach einer Kostenschätzung der erforderlichen Maßnahmen soll abschließend die städtebauliche und straßenräumliche Rahmenkonzeption erstellt sowie eine Umsetzungsstrategie entwickelt werden. Ab dann können alle zukünftig erforderlichen Einzelmaßnahmen wie Sielbauarbeiten, Straßenausbesserungen, Erneuerungen von Bushaltestellen usw. in das Gesamtkonzept eingebunden werden, um am Ende ein stimmiges Gesamtbild zu ergeben. Auch können die vom Land und vom Bund für die Bundesstraße durchzuführenden Maßnahmen entsprechend gesteuert und öffentliche Fördermittel zielgerichtet abgerufen werden.

Die CDU Quickborn begrüßt die geplante Vorgehensweise ausdrücklich, bei der die Menschen intensiv beteiligt werden und den Prozess mitbestimmen. „Eine gute Planung kostet zwar eine Menge Geld, das ist in diesem Projekt aber gut investiert, denn endlich entsteht die Chance eines vernünftigen Gesamt-Konzeptes für die Kieler Straße!“ führt ASU-Mitglied Robert Hüneburg von der CDU aus. „Wir sind gespannt auf viele gute Ideen und freuen uns auf attraktive Lösungen, die dann pragmatisch und zügig realisiert werden sollen.“ fordert Hüneburg auch die anderen Politik-Vertreter auf. So kann die alte „Altona-Kieler Chaussee“ vielleicht schon zu ihrem 200. Geburtstag im Jahre 2032 wieder in ihrer alten Pracht erstrahlen und ein attraktiver Ort zum Verweilen und Flanieren für die Menschen werden.


Lesen Sie auch die zu diesem Thema veröffentlichten Pressebeiträge:

   
Quickborn1.info
16.06.2019
     
Quickborner Tageblatt
19.06.2019

Impressionen aus der Kieler Straße in Quickborn, Juni 2019

CDU will Radwege in Quickborn verbessern!

Quickborns Christdemokraten haben sich bereits bei ihrer Klausurtagung im November letzten Jahres mit dem Thema Radwege in Quickborn auseinandergesetzt. Im Fokus stand dabei die Anbindung von Quickborn- Heide nach Quickborn Ort, die nach wie vor nicht befriedigend gelöst ist. Außerdem ist es nötig, die Radwegeverbindungen zu den Nachbarorten zu beleuchten und abzustimmen.
Unsicherheit bei vielen Radfahrern gibt es durch die seit einigen Jahren bestehende neue Gesetzgebung, die vorsieht, dass Fahrradfahrer die Straße benutzen müssen. Eine Reihe von früheren kombinierten Fuß und Radwegen in Quickborn, die teilweise farbig abgesetzt sind, haben ihre Funktion verloren und verursachen bei den Benutzern Zweifel darüber, wie man sich richtig verhält. Ein weiteres Problem sind gegenläufige Radwege, wie beispielsweise an der Kieler Straße.
Die CDU-Fraktion hat deshalb jetzt einen Antrag verfasst, das Thema „Fahrradsituation in Quickborn“ anzupacken. In dem Antrag wird die Verwaltung gebeten, ein entsprechendes Fahrradkonzept zu entwickeln und abzuklopfen, inwieweit Fördermittel des Landes oder des Bundes beantragt werden können, um entsprechende Investitionen nicht allein tragen zu müssen.
Außerdem beantragen die Christdemokraten eine Mitgliedschaft in der Organisation „Rad SH“, die ein Zusammenschluss vieler Kommunen in Schleswig – Holstein ist, deren Aufgabe es u.a. ist, gegenseitig Erfahrungen auszutauschen. Nachbarkommunen wie Norderstedt und Henstedt–Ulzburg gehören zu den Mitgliedern. Die Unterstützung der Kommunen bei der Beantragung von Fördermitteln des Landes oder Bundes gehört neben dem Erfahrungsaustausch zu den wichtigsten Aufgaben der Organisation.